27.05.2009
IPCC-Chef fordert Ausweitung unterirdischer CO2-Lagerung
Bergen (AP) Der Vorsitzende des Weltklimarates (IPCC), Rajendra Pachauri, hat verstärkte Investitionen in Technologien zur Lagerung von Kohlendioxid gefordert. Im Kampf gegen den Klimawandel sei die unterirdische CO2-Lagerung eine «sehr attraktive» Technik, sagte Pachauri am Mittwoch zum Auftakt einer internationalen Konferenz in Norwegen. «Wir müssen schnell vorankommen, wir müssen die Kosten drücken, und wir müssen das in einem viel größeren Ausmaß tun», erklärte Pachauri. An dem Treffen in Bergen nehmen Vertreter aus mehr als 15 Ländern teil.Die Finanzierung müsse unbedingt gesteigert werden, forderte der IPCC-Vorsitzende. Die Kosten für die unterirdische Lagerung von CO2 «können mit Sicherheit verkraftet werden».Der norwegische Ministerpräsident Jens Stoltenberg sagte, er hoffe, dass die Lagerung von Kohlendioxid im geplanten neuen Klima-Abkommen spielen werde, über das im Dezember in Kopenhagen verhandelt wird. «Die Welt wird in den kommenden Jahren mehr Energie bruachen, nicht weniger, um mehr Menschen aus der Armut zu helfen», sagte Stoltenberg. Zugleich müssten die Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase deutlich reduziert werden. Technologien zur CO2-Lagerung werde bei der Lösung dieses Dilemmas eine wichtige Rolle zukommen.© 2009 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights Reserved
Botschaften in Kenia evakuiert
Oslo (AP) Wegen einer Drohung sind die norwegische und die schwedische Botschaft in Kenia am Mittwoch evakuiert worden. Die Drohung werde ernst genommen, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Oslo, ohne auf deren Inhalt oder Ursprung einzugehen. Seinen Angaben zufolge wurde das gesamte Gebäude in Nairobi geräumt, in dem die norwegische Botschaft untergebracht ist. Ein Sprecher des schwedischen Außenministeriums bestätigte, dass auch die dort ansässige schwedische Vertretung betroffen war. Er sagte, die Drohung habe sich gegen die norwegische Botschaft gerichtet.© 2009 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights Reserved
Hamburg: Ultimatum für Google Street View
Hamburg (dpa) - Hamburgs Datenschutzbeauftragter Johannes Caspar hat Google Street View ein Ultimatum zur Einhaltung datenschutzrechtlicher Anforderungen gestellt.Aktienpreise beiAktienpreiseStock pricesName Letzte KursYAHOONEWSGLOBALS.financeQuotesURL = 'http://de.api.news.yahoo.com/modules/common/finance_quotes_json.php?tickers=a%3A1%3A%7Bi%3A0%3Bs%3A4%3A%22GOOG%22%3B%7D&_rnd=jt6Xi8JvQ1J7&_ts=1243416285&_sig=jB39QJe9gaJjjjzC4K1RrFMxuo0-';Nach eigenen Angaben vom Montag hat Caspar sowohl die Google Germany GmbH als auch die Google Inc. mit Sitz in den USA aufgefordert, bis kommenden Mittwoch 10.00 Uhr den Datenschutz schriftlich zu garantieren. Sollte dies nicht erfolgen, dürfe Google aus Sicht Caspars das Projekt Street View in Hamburg nicht mehr fortsetzen. Bei dem Projekt fahren Autos mit Kameras durch die Stadt, um jedes einzelne Haus und jede Straße zu erfassen und anschließend ins Internet zu stellen.Capsar betonte mit Blick auf den Datenschutz: «Das betrifft insbesondere eine wirksame Unkenntlichmachung der Gesichter der Passanten bereits in den aufgenommenen Rohdaten. Darüber hinaus ist die Löschung von Häuseransichten nach Widerspruch auch in den Rohdaten erforderlich.» Derzeit lägen noch keine verbindlichen Zusagen durch Google vor. Das Unternehmen habe es nun in der Hand, schriftlich zu garantieren, «dass die von uns geforderten Voraussetzungen eingehalten werden», erklärte Caspar.
«Zensursula» kann Kritiker nicht überzeugen
Berlin (dpa) - Im Grunde wollen alle das Gleiche. Das gemeinsame Ziel, Kinderpornografie im Internet zu bekämpfen, gerät aber durch den Streit über die dazu vorgesehenen Maßnahmen in den Hintergrund.Bild vergrößernBundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat mit ihrem Vorschlag, die Überwachung verdächtiger Websites in die Hand des Bundeskriminalamtes (BKA) zu legen, bei der Internet-Gemeinde einen Sturm der Entrüstung ausgelöst. «Zensursula» wird von der Leyen seit Wochen in Foren und Chatrooms genannt, eine Online-Petition gegen den Gesetzesvorschlag von Union und SPD erhielt in knapp vier Wochen über 100 000 Unterschriften - ein Rekord.Am Mittwoch ist der Entwurf in einer öffentlichen Expertenanhörung im Bundestag beraten worden. Dabei zeichnete sich ab, dass das Gesetz in der aktuellen Form wohl nicht beschlussreif ist. Von der Leyen räumte «Nachbesserungsbedarf» ein, von ihren Plänen will sie aber nicht abrücken. «Von meinem Ziel, die freie Verfügbarkeit der Bilder vergewaltigter Kinder im Netz zu stoppen, lasse ich mich keinen Deut abbringen», sagte von der Leyen.Doch darum geht es auch nicht. «Von allen Experten werden wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung von Kinderpornografie gefordert», betonte Oliver Süme vom Verband der deutschen Internetwirtschaft (eco). Diese seien in dem Vorschlag kaum zu finden.Besonders dass eine Blockierung vom BKA verordnet werden soll, ist den Kritikern ein Dorn im Auge. «Kollateralschäden» sind nach Meinung der Internet-Surfer programmiert - dass in den Listen auch «unschuldige» Seiten auftauchen, scheint unvermeidbar. Auf einer Sperrliste in Finnland landeten kürzlich 1047 Domains - ganze 9 davon enthielten tatsächlich kinderpornografische Inhalte.Um einem Missbrauch der Sperrliste vorzubeugen, hat von der Leyen nun die Gründung eines unabhängigen Gremiums in Aussicht gestellt. Auch das BKA betonte, im Zweifelsfall von einer Aufnahme auf die Liste abzusehen. Wie das im konkreten Fall aussehen soll, ist bislang unklar. Der Verdacht auf Internet-Zensur bleibt.Vor allem das Blockieren von Websites - mit einem großen Stopp-Zeichen - könne nur einen Teil der illegalen Online-Tätigkeiten eindämmen, sagen die Kritiker und verweisen auf eigene Erfahrungen. Der Verband eco betreibt zum Beispiel eine Hotline, bei der auch Beschwerden über Kinderpornografie eingereicht werden können. Nach Verbandsangaben betrafen dabei im vergangenen Jahr von 2562 Beschwerden nur 449 das Internet. Andere Plattformen wie Tauschbörsen, wo man sich zum persönlichen Austausch von Kinderpornos verabredet, wären von den Sperren, die ohnehin nur «flankierende Maßnahmen» sein dürften, gar nicht betroffen, bemängelte Süme.Dass eine Zugangsblockierung die «ultima ratio» sein muss, unterstrich auch die Medienwissenschaftlerin Korinna Kuhnen. Vorrang im Kampf gegen Kinderpornografie müsse die strafrechtliche Verfolgung haben. Diese ist aber nur möglich, wenn die verbotenen Web-Inhalte auf einem Server in Deutschland oder der Europäischen Union liegen. Ist dies nicht der Fall, sollen von der Leyens Maßnahmen greifen. Die große Gefahr scheint, dass diese nach hinten losgehen. Provider könnten durch das Gesetz dazu verleitet werden, Inhalte nur noch zu sperren und nicht zu löschen, befürchtet Süme.
Technischer Fehler legte Google lahm
Hamburg (dpa) - Die technischen Zugangsstörungen beim Suchmaschinenanbieter Google sind behoben. Millionen Nutzer weltweit hatten am Donnerstagnachmittag für etwa eine Stunde auf einige Dienste nur eingeschränkt oder überhaupt nicht zugreifen können.Bild vergrößernAktienpreise beiAktienpreiseStock pricesName Letzte KursYAHOONEWSGLOBALS.financeQuotesURL = 'http://de.api.news.yahoo.com/modules/common/finance_quotes_json.php?tickers=a%3A1%3A%7Bi%3A0%3Bs%3A4%3A%22GOOG%22%3B%7D&_rnd=Xyi2HYZBsmg5&_ts=1243416288&_sig=xWZjqRwlBoMfFQEN0wRGhjyHYEo-';Grund für die Probleme war ein technischer Fehler, wie der Google- Manager Urs Hoelzle in einem Blog-Eintrag erklärte. Deshalb habe Google einen Teil des Netz-Verkehrs über Asien leiten müssen, was zu einem Datenstau geführt habe.Vom jüngsten Ausfall waren die eigene Homepage, mehrere Nachrichtenseiten sowie Googles Mail-Service betroffen. Der Suchmaschinen-Primus hatte bereits im Februar ähnliche Probleme. Damals war der Google Mail-Service fast einen Tag lang gestört.

